Wissensmanagement

Wissensmanagement – Erfolgsrezept für das 21. Jahrhundert?
lautet der Titel Vortrages in der Würzburger Stadtbücherei. Der Vortrag findet am Dienstag, 29. März, um 19 Uhr im Lesecafe der Stadtbücherei statt. Der Vortrag findet zur Eröffnung einer Ausstellung über die 120-jährige Verlagsgeschichte von Vogel Medien statt. Referent ist Simon Dückert von Cogneon. Er ist seit über 10 Jahren im Wissensmanagement tätig. Er ist auch Beirat der gemeinnützigen Gesellschaft für Wissensmanagement e.V. aktiv und Mitglied des New Club of Paris.

Den Begriff Wissensmanagement gibt es nun schon seit den 1980er Jahren, eine allgemein anerkannte Definition gibt es aber nach wie vor nicht. Nach einer Begriffsklärung zeigt der Vortrag deswegen auf, welche Effekte der Übergang von Industrie- in Wissensgesellschaft mit sich bringt und wie diese durch gesellschaftliche Trends wie demografischen
Wandel, Globalisierung, Mobilität und Wertewandel verstärkt werden. Anhand von konkreten Beispielen wird aufgezeigt, welche Maßnahmen auf individueller (Persönliches Wissensmanagement), organisationaler (Organisationales Wissensmanagement), regionaler (Regionales Wissensmanagement) und nationaler Ebene (Nationales Wissensmanagement) schon heute ergriffen werden.

Jeder Teilnehmer erhält ein kostenloses, persönliches Wiki mit einer Anleitung, wie man sich seine eigene Wissensmanagement-Systematik aufbauen kann.

Bei der Recherche nach weiteren Hintergrundinformationen stieß ich auf einen interessanten Artikel in einem Newsletter der Gesellschaft für Wissensmanagement e.V.
Dort ist ein Artikel von Christian Spannagel, PH Heidelberg, veröffentlicht. In dem Artikel geht es um „Ganzheitliche Ansätze oder Bildung vs. Kompetenzen“. In diesem Artikel wird die Frage: „Kann man Wissen managen?“ sehr kritisch beleuchtet. Chrstian Spannangel führt dazu aus:

Ich habe grundsätzlich etwas gegen den Begriff „managen“. Er vermittelt den Eindruck, dass jemand nicht Teil der Sache ist, sondern von außen die Dinge steuern möchte. Gerade wenn man sich mit kreativen Dingen beschäftigt, muss ich mich in das Feld hinein begeben und die Dinge wirken lassen und nicht kontrollieren wollen, sondern mich von den Dingen inspirieren lassen. Managen steht für mich immer gegen das „sich inspirieren lassen“. Ich habe mir dann bestimmte Ziele gesetzt, die ich erreichen will und versuche mein Feld in irgendeiner Weise zu kontrollieren. Kreativität entsteht, wenn ich eintauche in das Feld, mich treiben lasse. Treiben lassen hat nichts mit managen zu tun.

Ich jedenfalls bin sehr gespannt auf den Vortrag. Mich interessiert das Thema persönlich auch sehr, da ich mich mit dem Thema „Bildung“ in einem anderen Zusammenhang auseinandersetze.

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4 Gedanken zu „Wissensmanagement

  • 26. März 2011 um 11:33
    Permalink

    Von Jean-Pol Martin aus Ingolstadt erhielt ich folgende, ergänzende Erläuterung. Danke dafür.

    „Menschen begegnen immer wieder Problemsituationen, die sie dazu zwingen, Informationen intensiv zu verarbeiten und dadurch neues Wissen zu generieren. Was machen sie mit diesem Wissen? Speichern sie es in ihrem Gedächtnis mit der Hoffnung, dass sie im richtigen Augenblick wieder darauf zurückgreifen können? Erstellen sie Ablagen, beispielsweise als Datenbank im Netz oder geben sie dieses Wissen weiter, damit es weiter angereichert wird von andern und dazu ein kollektives Wissen entsteht, wie es beispielsweise mit Wikipedia der Fall ist? Wissen generieren, Wissen teilen, kollektives Wissen speichern und wiederanwendbar machen, das wäre so etwas wie Wissensmanagement.“

  • 3. April 2011 um 11:38
    Permalink

    Artikel in der Mainpost am 2.4.2011 über die Veranstaltung und das Thema:
    „Wir sollten wissen, was wir nicht wissen.“

    Zum Artikel geht es hier lang.

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