Wertschöpfung durch Freiwilligentätigkeit: 33 Millionen Euro im Jahr, allein in Unterfranken

TV-Touring schreibt dazu:

Im europäischen Jahr der freiwilligen Tätigkeit steht das ehrenamtliche Engagement im Mittelpunkt. Im Moment läuft in Unterfranken eine Studie, die sich mit dem freiwilligen Engagement im Bereich der Seniorenarbeit befasst. Die Studie ist bundesweit einmalig: erstmals werden in einer Region Daten zum Ehrenamt erhoben. Man will herausfinden, wie freiwilliges Engagement in der Seniorenhilfe koordiniert wird. Eines sticht in der Studie mit dem Titel „Freiwilligenmanagement in Unterfranken“ sofort heraus: in ländlichen Regionen sind Ehrenamtliche engagierter als in Städten.

Im Rahmen des Projektes wurde das Instrumentarium entwickelt, um bundesweit erstmals für eine Pilotregion kleinräumig systematisch und multimethodisch die Struktur der Koordination Freiwilligen Engagements für den Bereich der Seniorenhilfe zu analysieren. Als Vollerhebung für den Regierungsbezirk Unterfranken wurden die Einrichtungen der Seniorenarbeit, aber auch konfessionelle Gemeinden, Vereine und freie Initiativen befragt.

Der Hintergrund des Projektes
Die Organisation Bürgerschaftlichen Engagements ist eine zentrale Zukunftsaufgabe für Kommunen, Landkreise und Wohlfahrtsverbände. Dafür sprechen u.a. vier Punkte:

      Immer mehr Bürgerinnen und Bürger haben Interesse, sich aktiv freiwillig zu engagieren.
      Aufgrund der demografischen Entwicklung wird es immer mehr ältere Menschen geben, die Dienstleistungen nachfragen werden.
      Viele Institutionen und Dienste, die seit Jahrzehnten auf die Erhöhung der Fachlichkeit und Hauptamtlichkeit gesetzt haben, überlegen nun, wie sie sich mehr für ehrenamtliche Mitarbeit öffnen können.
      Doch wer Freiwillige gewinnen will, muss erst die Infrastruktur schaffen – die erfolgreiche Gewinnung von Ehrenamtlichen geht weder nebenbei noch kostenfrei!

Die komplette Beschreibung zum Hintergrund finden Sie hier.

Ergebnisspräsentation – Symposium 5.7.2011
Die ausgewählten Ergebnisse lassen sich wie folgt zusammenfassen:

      Die Zuständigen für die Koordinierung der Ehrenamtlichen sind weiblich (54 %) und 39 % machen das hauptamtlich tätig und dabei sind 20 % sehr zufrieden und 42 % eher zufrieden.
      Die Werbung von ehrenamtlichen erfolgt durch direkte Ansprache je nach Einsatzgebiet zwischen 70 und 85 %.
      Die Untersuchungsergebnisse zur Fragstellung „Vernetzung“ zeigen, dass 50 % nicht vernetzt sind. 40 % sind zwar vernetzt, aber nur 6 % sowohl intern als auch extern. Deher kann man zusammenfassen: „Das Engagement ist zwar groß, aber die Vernetzung ist ausbaufähig
      Bei den Rahmenbedingungen stehen persönliche Kontaktgespräche und Augenmerk auf Neigungfen bzw. Vorerfahrungen im Fordergrund.

Daraus lassen sich Handlungsoptionen in den Bereichen

      Strategie: Planung, Infrastruktur, Beratung und Finanzen,
      Ansprechpartner: Aktivierung aller Ebenen und
      Kenntnis der der Demografie: Analyse, Bedarfsplanung und Personalentwicklung

ableiten.
Die komplette Präsentation gibt es hier.

Die Webseite zum Projekt Freiwilligenmanagement der FH WS finden Sie unter www.zukunft-ehrenamt.de

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