Sicherheit rund ums Fahrrad und Pedelec

Fahrrad-Sicherheitstraining für Personen im „besten Alter“.

Dank E-Bike & Co. wagen sich immer mehr ältere Menschen wieder aufs Rad. Anlässlich der 10. Seniorenwochen des Landkreises Würzburg führte das Landratsamt – Gesundheitsamt Stadt und Landkreis Würzburg gemeinsam mit der Jugendverkehrsschule (JVS) der Polizeiinspektion Würzburg-Land ein Fahrradsicherheitstraining für Seniorinnen und Senioren durch.

Polizeihauptmeisterin Annette Schmiedl, Leiterin der JVS der Polizeiinspektion Würzburg-Land, war es schon länger ein Anliegen, das Thema Verkehrssicherheit mit dem Fahrrad nicht nur Kindern, sondern auch Senioren präsent zu machen. Als Tonia Ebner, Referentin für Gesundheitsförderung und Prävention am Landratsamt – Gesundheitsamt Stadt und Landkreis Würzburg, die Idee hatte, im Rahmen der 10. Seniorenwochen des Landkreises Würzburg ein Fahrrad-Sicherheitstraining für Personen „im besten Alter“ anzubieten, war Annette Schmiedl sofort begeistert.

Tipps und Infos rund um Pedelec, E-Bike und S-Pedelec

Vom Gesundheitsamt beworben gab es bald zahlreiche Anmeldungen zu einer ersten Auftaktveranstaltung im Landratsamt Würzburg. Unter dem Titel „Sicherheit rund ums Fahrrad und E-Bike“ gab Schmiedl eine theoretische Einführung ins Thema. Inhalt war neben den Unterschieden zwischen Pedelec, E-Bike und S Pedelec auch ein Reaktionstest, der den Teilnehmern vor Augen führte, wie viele Informationen man im Straßenverkehr innerhalb kürzester Zeit verarbeiten muss – und dass dies im Alter immer schwieriger wird. Dazu kommt noch die erhöhte Geschwindigkeit, die man mit Pedelecs im Vergleich zu herkömmlichen Fahrrädern erreichen kann. „Man sagt: Wenn man mit dem Pedelec zu bremsen beginnt, steht man mit dem Fahrrad schon“, so Schmiedl.

Der Theorie folgte Anfang Mai der praktische Teil – das Fahrrad-Sicherheitstraining. Die Organisatoren sowie Landrat Eberhard Nuß als Schirmherr und Bürgermeister Alois Fischer als Gastgeber luden die gut 25 Teilnehmer/innen nach Unterpleichfeld auf den Verkehrsübungsplatz der Grundschule ein. „Auch beim mittlerweile 21. Radlerfrühling war ein sehr großer Anteil an E-Bike-Fahrern, gerade aus der Generation 55+, vertreten“, freute sich Landrat Nuß, weist aber gleichzeitig auf die damit verbundenen Risiken hin.

Auf den eigenen Rädern und E-Bikes absolvierten die Senioren den von der JVS und der Verkehrswacht Würzburg aufgebauten Übungsparcours. Die teilweise motorisch sehr anspruchsvollen Aufgaben – wie z.B. Tennisbälle während der Fahrt mit einer Hand aufsammeln und in einen Eimer werfen – wurden teils wackelig, aber dennoch unfallfrei gemeistert.

Besonders freuten sich die Teilnehmer über die Fahrrad- und Helmchecks, die die JVS und die Verkehrswacht Würzburg im Rahmen des Sicherheitstrainings anboten.
„So manch einer staunte nicht schlecht, was die korrekte Sitzposition und Einstellung des Fahrrads auf den jeweiligen Nutzer in Sachen Sicherheit ausmacht“, resümierte Tonia Ebner. Hermann Lutz vom Fahrradservice des Erthal-Sozialwerks Würzburg unterstützte das Training mit Pedelecs zum Ausprobieren.

Aufgrund der positiven Resonanz und der Wichtigkeit des Themas kündigte Landrat Nuß bereits an, die gelungene Veranstaltung auch im nächsten Jahr – in Kombination mit dem 22. Radlerfrühling – anbieten zu wollen. Bis dahin veranstaltet die Verkehrswacht Würzburg regelmäßige, kostenlose, zweistündige Trainings für Pedelec- und E-Bike-Fahrer. Zu Theorie und Praxis gibt es Tipps, aber auch rechtliche und technische Hintergrundinformationen. Weitere Informationen und Anmeldung bei Reiner Mader unter Tel. 0931 457-1042.

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Bildunterschrift:
Sicherheitstraining für Senioren auf dem E-Bike: Die Organisatorinnen Tonia Ebner (Landratsamt – Gesundheitsamt Würzburg, 1.v.r.) und Annette Schmiedl (JVS Polizeiinspektion Würzburg-Land, 3.v.r.) hatten sich für diesen Projekttag tatkräftige Unterstützung geholt: Die Verkehrswacht Würzburg war mit Reiner Mader (2.v.r.) und der Seniorenbeauftragten Anita Derkum (3.v.l.) vertreten. Für rechtliche Fragen und einen Wahrnehmungstest standen die Polizeihauptmeisterinnen Beate Neumayer (2.v.l.) und Nadine Müller (1.v.l.) unterstützend zur Seite.

Foto: Longin Schubert

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