Seniorenvertretung: Für möglichst hohe Lebensqualtität im Alter

So differenziert wie das Leben selbst sind auch die Ansprüche an das Leben im Alter. Um diesen Bedürfnissen gerecht zu werden, übernimmt die Kommune eine Steuerfunktion in der Seniorenarbeit. Dabei setzt sie – wie auch die Stadt Würzburg – vor allem auf die Zusammenarbeit mit der Seniorenvertretung, weil diese am ehesten die Interessen und Bedürfnisse der Älteren richtig einschätzen kann. Besonders zu berücksichtigen sind dabei die altersbedingten Einschränkungen.

Die Seniorenvertreter der Stadt Würzburg in den Stadtteilen Versbach und Lengfeld: v.li.: Edda Gressel, Manfred Lindner (beide Versbach) und Heinz Knauth (Lengfeld)
Foto: Louisa Zimmermann (BSB)
Der Seniorenvertretung als ein in sich selbständiges Gremium im Seniorenbeirat der Stadt gehören lt. Satzung neben einigen Vertretern der Würzburger Heimbeiräte und zwei sachkundigen Ärzten 18 Würzburger Bürger über 60 Jahren an. Diese haben als Mitglieder des Seniorenbeirates die Aufgabe, den Stadtrat, seine Ausschüsse und die Stadtverwaltung in grundsätzlichen Angelegenheiten älterer Mitbürger zu beraten und sollen zugleich auch in der Lage sein, eine Schlüsselrolle als Moderatoren, Initiatoren, Koordinatoren und Sprecher zu spielen. Über die Aufgaben, Zusammensetzung, Berufung und die Wahlperiode (6 Jahre) der Mitglieder des Seniorenbeirates (inkl. der Seniorenvertreter) gibt die Satzung Auskunft. Die weit über 1 000 Seniorenvertretungen in den allermeisten deutschen Städten sind in 16 Landesseniorenvertretungen zusammengeschlossen, die wiederum die „Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesvertretungen“ bilden.

Seit mittlerweile 8 Jahren wird der Stadtteil Versbach von Edda Gressel (71) und Manfred Lindner (70), der Stadtteil Lengfeld von Heinz Knauth (71) kompetent vertreten. Als Mitglieder des Arbeitskreises 4 „Aktivität im Alter – Sport, Freizeit, Bildung und Kultur“ liegen die Aufgabenschwerpunkte dieses engagierten Dreigestirns aus dem östlichen Stadtgebiet auf den genannten Handlungsfeldern. Der quirlige ehemalige Vertriebsexperte Lindner, der die Seniorenvertretung auch in der Landes-Seniorenvertretung als Delegierter vertritt, fungiert als Sprecher des AK 4 und gehört als solcher auch dem Sprecherrat an. Kollege Knauth übt als Lindners Stellvertreter zugleich das Amt des Schrift- und Protokollführer des AK 4 aus. Außerhalb ihres originären Aufgabenbereiches gehören beide dem Redaktionsteam vom „Seniorenforum Würzburg und Umgebung“ an, engagieren sich in der jüngst ins Leben gerufenen „Socialbar Würzburg“, wirken an der Neugestaltung der Satzung des Seniorenbeirates mit und haben zusammen mit Edda Gressel neben einer hilfsbereiten Beteiligung an weiteren Initiativen, Aktionen und Projekten (wie z.B. das Café „Perspektive“am Waldfriedhof, die „1000 Wünsche-Box“, alljährliche Dom-Benefizkonzerte, Seniorennachmittage beim „Frühlingsfest“ und auf „Kiliani“ sowie die Belebung der Städtepartnerschaft mit den Suhler Senioren) mit eigenen Ideen und Anregungen über die vorgeschaltete „Planungswerkstatt“ zum Erfolg des landesweit stark beachteten, inzwischen bekanntlich auch mit 10 000 € preisgekrönten „SPG“ („Seniorenpoltisches Gesamtkonzept der Stadt Würzburg“) ihren Teil beigetragen. Dieses unter der Federführung des Sozialreferenten Robert Scheller und des Leiters der Beratungsstelle für Senioren und Menschen mit Behinderungen (BSB) entstandene 248-seitige Werk zeigt die künftigen Rahmenbedingungen auf, unter denen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt und des Landkreises eine möglichst hohe Lebensqualtität im Alter und ein möglichst langer Verbleib in ihrer vertrauten häuslichen Umgebung ermöglicht werden kann.

Für die Mitglieder des AK4 der Würzburger Seniorenvertretung, die sich wie alle Seniorenvertreter der Stadt freiwillig und unbezahlt engagieren, auch unabhängig sind von Parteien, Konfessionen und Verbänden, ist es keine Frage, auf der Basis dieses „Seniorenpolitischen Gesamtkonzeptes“ zielorientiert an der aktiven Gestaltung der Seniorenarbeit in Würzburg und seinen Stadtteilen nach besten Kräften mitzuwirken und dabei vor allem die Bemühungen um den Ausbau und die Optimierung der bereits bestehenden Netzwerkstrukturen zu unterstützen, an der Hinführung möglichst vieler älterer Nicht-Onliner zur Nutzung des Internets mitzuarbeiten und nicht zuletzt die Schaffung von noch mehr „Orten der Begegnung“ im generationenübergreifenden Miteinander vorantreiben zu helfen.

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