Motive des bürgerschaftlichen Engagements

Kernergebnisse einer bevölkerungsrepräsentativen Befragung durch das Institut für Demoskopie Allensbach im August 2013.

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Das BMFSFJ hat eine bevölkerungsrepräsentative Umfrage in Auftrag gegeben, die erstmals differenzierte Auskunft gibt und belastbare Daten liefert. Eine lebendige Gesellschaft basiert auf stabilen Verantwortungsbeziehungen, für die Partnerschaft und freiwilliges Engagement eine wichtige Rolle spielen. Die Gründe für das Engagement ändern sich in den verschiedenen Lebensphasen, jedoch ist über die Motive im Allgemeinen noch zu wenig bekannt. Diese Studie belegt erstmals mit Zahlen, dass sich freiwilliges Engagement schon früh im Leben verankert, weshalb es wichtig ist, schon Kinder und Jugendliche für das Engagement zu begeistern.

Bürgerinnen und Bürger, die Ehrenämter übernehmen oder bei bürgerschaftlichen Aktivitäten mitarbeiten, haben meist eine ganze Reihe von Motiven für ihr Engagement. Im Vordergrund steht dabei die Freude an der Tätigkeit für andere. Insgesamt 95 Prozent der Aktiven berichten über diese Freude. Große Mehrheiten der Freiwilligen werden zudem durch die Wünsche motiviert, anderen zu helfen (86 Prozent) oder sich für bestimmte Anliegen oder Gruppen einzusetzen (82 Prozent). Viele werden auch aktiv, weil sie das Gefühl haben, gebraucht zu werden (82 Prozent), mit der eigenen Tätigkeit etwas zu bewegen (83 Prozent) oder das Leben an ihrem Wohnort attraktiver zu machen (70 Prozent). Das Anliegen, etwas zur Verbesserung des Lebens am Wohnort zu tun, nennen Freiwillige heute eher häufiger als noch 1990.

Zusammen mit diesen altruistischen Antrieben spielen für die große Mehrheit der Aktiven aber zugleich selbstbezogene Motive eine Rolle. Verbreitet sind insbesondere die Erwartungen, bei der freiwilligen Tätigkeit Leute zu treffen und Kontakte zu pflegen (82 Prozent), Abwechslung zum Alltag zu erleben (67 Prozent) sowie den eigenen Interessen und Neigungen nachzugehen (75 Prozent). Nicht zuletzt die Suche nach einer sinnvollen Aufgabe (65 Prozent) hat viele der Aktiven zur Beteiligung motiviert.

Studie „Motive des bürgerschaftlichen Engagements“ zum Download hier.

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