Mitarbeiter des Landratsamtes ließen sich typisieren

Stammzellenspende oft letzte Hoffnung auf Leben.

Typisierungsaktion LRA Wü (8)Auch im Landratsamt Würzburg bangen Mitarbeiter um das Leben von Angehörigen, die an Leukämie erkrankt sind. Diese Tatsache veranlasste Landrat Eberhard Nuß, im Haus eine Stammzellen-Typisierungsaktion anzuregen. Beeindruckt vom großen Erfolg der Aktion letzten Herbst in Eisingen, lud er seine Mitarbeiter ein, die Gelegenheit im Dienstgebäude zu nutzen. Je mehr Menschen in der weltweit vernetzten Stammzellenspenderdatei des Würzburger „Netzwerks Hoffnung“ registriert sind, umso größer sind die Chancen, dass einem Patienten mit einer lebensrettenden Stammzellentransplantation neues Leben geschenkt werden kann.

Denn es gibt über 50 Millionen unterschiedliche genetische Merkmalskombinationen, die Suche nach dem passenden Spender ist, so Prof. Markus Böck vom „Netzwerk Hoffnung“ der Uni-Klinik Würzburg, „wie die Suche nach der sprichwörtlichen Nadel im Heuhaufen.“

Am 18. April 2013 nahmen 73 Kolleginnen und Kollegen aus Landratsamt, Kommunalunternehmen und vom Bezirk Unterfranken den kleinen Pieks bei der Blutentnahme auf sich, um eventuell ein Leben zu retten.

„Diese Entscheidung, sich als möglicher Spender registrieren zu lassen, muss aus dem Herzen kommen“, betonte Landrat Nuß, der selbst nicht mehr zur zugelassenen Altersgruppe der 18- bis 55-Jährigen gehört. Dafür bat er zu seinem 60. Geburtstag anstelle von Geschenken um Geldspenden für die Typisierungsaktion. Die Teilnahme an der Registrierung ist kostenlos, aber um die Gewebemerkmale im Labor zu analysieren und somit für die Stammzellenspenderdatei aufzubereiten, braucht es pro Blutentnahme 50 Euro, die keine Krankenkasse übernimmt. Nun können durch die großzügigen Spenden zum Geburtstag des Landrats die Analysen für alle 73 Blutentnahmen finanziert werden, und es bleibt sogar noch ein Rest für weitere Typisierungsaktionen.

Prof. Markus Böck dankte Landrat Nuß für die Initiative zur Aktion im Landratsamt. „Sie sind der erste Landrat, der seine Mitarbeiter zu einer solchen Beteiligung motivieren konnte.“ Eine sehr gute Entscheidungsgrundlage boten auch die beiden Informationsveranstaltungen von Prof. Böck zum Thema Leukämie und Stammzellentransplantation. Auch Tonia Ebner und ihr Team vom Gesundheitsamt, die die Aktion gemeinsam mit der Personalstelle organisiert hatten, freuten sich über die zahlreichen Kolleginnen und Kollegen, die sich an der Typisierungsaktion beteiligt haben.

Bildunterschrift:

Karin Drechsler (r.) war die erste von insgesamt 73 Mitarbeitern von Landratsamt, Kommunalunternehmen und Bezirk Unterfranken, die sich für einen Eintrag in die Stammzellenspenderdatei des „Netzwerks Hoffnung“ der Uni-Klinik Würzburg typisieren ließ. Landrat Eberhard Nuß (stehend, 2.v.r.) hatte die Aktion angestoßen und freute sich mit Prof. Markus Böck (stehend, r.) über die große Resonanz. Tonia Ebner vom Gesundheitsamt (stehend, 3.v.l.) hatte die Typisierung organisiert, Dr. Angela Kößler (sitzend, 2.v.r.), Sr. Gabriele Müller (l.) und Rainer Geldhauser (2.v.l.) vom Team des „Netzwerks Hoffnung“ führten die Blutentnahmen durch.
Foto: Eva Schorno

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