Kristina Schröder: „Vielen Dank für 50 Jahre Zivildienst – herzlich willkommen, liebe Freiwillige!“

Bundesfamilienministerin würdigt bei Festakt den scheidenden Zivildienst und wirbt für neuen Bundesfreiwilligendienst.

Vom Zivildienst zum Bundesfreiwilligendienst: Vor 50 Jahren, am 10. April 1961, traten die ersten anerkannten Kriegsdienstverweigerer ihren Dienst an. Mehr als 2,5 Millionen junge Männer haben seitdem ihren Dienst als Zivis geleistet. Mit der Aussetzung der Wehrpflicht wird auch der Zivildienst automatisch ausgesetzt. Mit dem Bundesfreiwilligendienst wurde nun die Voraussetzung dafür geschaffen, an den Erfolg des Zivildienstes anzuknüpfen.

„Nach 50 Jahren endet eine Ära. Der Zivildienst hat unser Land tiefgreifend und dauerhaft verändert“, sagt die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder. „Allen jungen Männern, die sich für unsere Gesellschaft eingesetzt haben, gebührt unser Dank und unsere Anerkennung. Gleiches gilt für die Träger und die vielen vielen Menschen, die sich um den Zivildienst verdient gemacht haben. Jetzt schauen wir nach vorne: Der neue Bundesfreiwilligendienst lädt Frauen und Männer jeden Alters ein, sich für die Allgemeinheit zu engagieren. Davon profitieren nicht nur wir alle, sondern auch die Freiwilligen selbst. Ich bin optimistisch, dass in Zukunft viele Menschen dieses attraktive Angebot annehmen werden“, so Kristina Schröder.

Fünfzig Jahre ist es her, dass die ersten anerkannten Kriegsdienstverweigerer ihren „zivilen Ersatzdienst“, wie er damals noch hieß, antraten. Seitdem hat sich der Zivildienst zu einer gesellschaftlich anerkannten Institution mit jugend- und sozialpolitischer Bedeutung entwickelt. Insgesamt 37.000 Einrichtungen – darunter Diakonie, Caritas, Deutsches Rotes Kreuz, der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband und die Arbeiterwohlfahrt haben sich bundesweit daran beteiligt.

Im Zuge der Aussetzung der Wehrpflicht und damit auch des Zivildienstes gilt es jetzt, die positiven Erfahrungen aus dem scheidenden Zivildienst weitest möglich zu erhalten und weiter zu entwickeln. Das Bundesfamilienministerium hat bereits im vergangenen Herbst das Konzept für den neuen Bundesfreiwilligendienst vorgelegt, der Männern und Frauen ab Erfüllung der Vollzeitschulpflicht offen stehen soll und auf deutlich erweiterten Einsatzfeldern abgeleistet werden kann. Der Bundesfreiwilligendienst soll rund 35.000 Menschen pro Jahr die Möglichkeit zu gemeinnützigem Einsatz bieten. Er ergänzt das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) und wird gemeinsam mit diesen durchgeführt und verwaltet werden. Damit beginnt eine neue Ära der Freiwilligendienste in Deutschland.

Im Rahmen eines Festaktes wird Bundesfamilienministerin Kristina Schröder am 14.4.2011 das Engagement von Zivildienstleistenden und Einrichtungen würdigen. „Fast jeder von uns hat vom Einsatz eines Zivis schon einmal profitiert oder ist einem Zivi im Einsatz schon einmal begegnet. Sei es bei der Betreuung behinderter oder kranker Menschen, in Seniorenheimen, Kitas oder im Umweltschutz. Auch die jungen Männer haben für ihr Engagement viel zurückerhalten: Die praktischen Tätigkeiten fördern Schlüsselkompetenzen und die Entwicklung der Persönlichkeit und erweitern das Berufswahlspektrum junger Männer hin zu sozialen Berufen“, so Kristina Schröder.

Weitere Informationen zum Bundesfreiwilligendienst finden Sie unter www.bundesfreiwilligendienst.de

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