Hausnotruf

Mehr Lebensqualität und Sicherheit.

In Deutschland wird derzeit ein durchschnittliches Alter von über 80 Jahren erreicht. Diese Menschen können den späteren Jahren viel Positives abgewinnen. Sie genießen diesen Lebensabschnitt, pflegen Interessen und Freundschaften und gestalten ihren Tagesablauf autonom und sorgen für eine größtmögliche Lebensqualität. Die höhere Lebenserwartung hat auch ihre Schattenseiten. Das Risiko von Erkrankungen, häuslichen Unfällen und Notsituationen steigt. Hilfe und Unterstützung werden erforderlich! Für ältere Menschen und Menschen mit körperlichen Einschränkungen ist das selbstbestimmte Leben, in den eigenen vier Wänden, ein zentrales und sehr bedeutsames Anliegen. Sein Leben ohne Ängste und in Sicherheit gestalten zu können ist von großer Bedeutung. Wer Gefahren erkennt, kann Risiken ausschließen!Um das Leben zu Hause zu erleichtern, braucht es manchmal ein wenig Unterstützung und verbindliche Begleitung. Der Hausnotruf – ein kleiner Sender, der bei Bedarf schnell Kontakt zu einer Anlaufstelle (Notrufzentrale) herstellt – ist ein solcher Begleiter. Er bietet Service und Sicherheit im Notfall. Leider wird der Hausnotruf jedoch erst dann zum Thema, wenn bereits etwas Unangenehmes oder Dramatisches passiert ist, zum Beispiel nach einem Sturz oder Schwächeanfall.

DRK-Hausnotruf ist Testsieger bei Stiftung Warentest

Anbieter von Hausnotrufsystemen in Würzburg:
Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Hausnotruf
Bayerisches Rotes Kreuz (BRK) Hausnotruf
Caritas Würzburg – Sozialstation St. Franziskus Hausnotruf
Johanniter Hausnotruf
Malteser Hausnotruf

TeleCare24 Hausnotruf
Vitakt Gmbh Hausnotruf


Im nachfolgenden Text möchten wir Ihnen die wichtigsten Informationen
zu diesem Thema geben.
Der Hausnotruf ist eine geniale technische Einrichtung. Die Bedienung
ist einfach und trotzdem sicher. Sie tragen ständig einen kleinen
Notrufknopf, der um Ihren Hals hängt oder wie eine Armbanduhr
umgebunden wird. Wenn Sie ein Anliegen haben oder in eine
bedrohliche Situation geraten, dann genügt ein Knopfdruck.
Kurz darauf sind Sie mit einem Ansprechpartner verbunden und es kann
Ihnen geholfen werden. Selbst wenn sie einmal gestürzt sein sollten oder
im Augenblick nicht telefonieren oder sprechen können, wird der
Ansprechpartner sich um Sie kümmern und schnell die richtige Hilfe
organisieren.
Hinter dem Hausnotruf steht ein modernes technisches System, das Sie
über Ihren Telefonanschluss rund um die Uhr mit Ihrer
Hausnotrufzentrale verbindet. Aber wichtiger als die Technik ist der
Ansprechpartner, der Ihnen aufmerksam zuhört und Ihre Anliegen
freundlich aufgreift und bearbeitet. Sie können sich im Notfall auf diesen
Ansprechpartner verlassen!
Ganz gleich, ob Sie allein, in einer Partnerschaft oder zusammen mit
Ihrer Familie oder in einer Wohnanlage leben, Sie sind nie allein! Ihr
Hausnotruf begleitet Sie und gibt Ihnen Sicherheit. Einige Sorgen und
Ängste, die andere Menschen in ihrer Lebenssituation haben, brauchen
Sie nicht mehr zu belasten. Auch Ihre Angehörigen können beruhigt
sein, wenn Sie an den Hausnotruf angeschlossen sind.
Zu einem erschwinglichen monatlichen Beitrag leben Sie mit dem
Hausnotruf selbstständiger und sicherer. Ihr direkter Kontakt zu Ihrem
Ansprechpartner macht es Ihnen auch leicht, für Sie interessante
Serviceleistungen wie einen Menüservice oder eine Unterstützung für
den Haushalt oder die Pflege zu bestellen.
Sie haben jetzt bestimmt eine Menge Fragen zum Thema Hausnotruf.
Gerne informieren wir Sie über alles, was Sie über den Hausnotruf
wissen möchten, und wünschen Ihnen viel Spaß bei der Lektüre!
Was gehört zum Hausnotruf in meiner Wohnung?
Sie brauchen nur einen ganz normalen Telefonanschluss in Ihrer
Wohnung, damit die Hausnotrufgeräte angeschlossen werden können.
In Ihrer Wohnung wird eine Basisstation installiert, die über Ihren
Telefonanschluss mit der Notrufzentrale (Ansprechpartner) verbunden
ist. Die Basisstation hat einen Lautsprecher und ein hochempfindliches
Mikrofon, über das möglichst aus allen Räumen der Wohnung ein
Sprechkontakt mit der Zentrale (Ansprechpartner) hergestellt werden
kann.
Je nachdem, wie die Wohnung und ihre Umgebung beschaffen sind,
kommt auch in der näheren Umgebung (zum Beispiel im Keller oder
Garten) eine Verbindung zustande. Die Basisstation funktioniert auch bei
Stromausfall mithilfe eines eingebauten Akkus, selbst dann, wenn Sie
gerade telefonieren.
Mit der Basisstation sind Sie durch einen Notrufknopf (auch Handsender
und Funkfinger genannt) verbunden, den Sie ständig bei sich tragen. Sie
tragen diesen Notrufknopf entweder wie eine Uhr am Arm oder wie eine
Kette um den Hals. Der Notrufknopf ist wasserdicht und stoßfest und
kann deshalb bei Tag und Nacht getragen werden, auch beim Duschen
oder in der Badewanne.
Wie funktioniert der Hausnotruf?
Der Umgang mit dem Hausnotruf ist ganz einfach. Wenn Sie eine
Sprechverbindung zu Ihrer Zentrale möchten, drücken Sie Ihren
Notrufknopf. Ein Signal erreicht über die Basisstation in Ihrer Wohnung
und die Telefonleitung Ihre Hausnotrufzentrale. Hier wird sofort erkannt,
wer anruft. Man kann Ihren Namen lesen und alle wichtigen
Informationen, die Sie zur Verfügung gestellt haben. Ihr Ansprechpartner
nimmt über die Basisstation mit Ihnen Kontakt auf. Jetzt können Sie Ihr
Anliegen oder Ihre Fragen vortragen und zusammen überlegen, was zu
tun ist. Wichtig für Sie ist, dass die Anlaufstelle permanent 24 Stunden
besetzt ist und professionell und verbindlich arbeitet. Alle persönlichen
Dienstleistungen, die Sie in Anspruch nehmen, werden unmittelbar „vor
Ort“ speziell für Sie erbracht. Hier an Ihrem Wohnort gibt es
Ansprechpartner, mit denen die Zentrale zusammenarbeitet und die sich
um Sie kümmern. Der Ansprechpartner des Notrufs wird Aufträge und
Verabredungen in Ihrem Sinne durchführen, zum Beispiel Ihren Arzt oder
den Pflegedienst verständigen.
Es kann Ihnen auch passieren, dass Sie – etwa weil es Ihnen
schwindelig wird oder Sie gestürzt sind – kurzzeitig überhaupt nicht
sprechen können, jedoch in der Lage sind, den Notrufknopf zu drücken.
Hier meldet sich Ihr Ansprechpartner sofort und kümmert sich direkt um
Sie:
· Entweder werden sofort die Verwandten, Nachbarn oder Freunde in
Ihrer Nähe informiert, die sich unmittelbar mit Ihnen in Verbindung
setzen oder sich zu Ihnen auf den Weg machen.
· Oder Ihr Hausarzt wird wegen einer akuten Krankheit gerufen.
· Oder der Pflegedienst, der Sie regelmäßig betreut, wird informiert und
sorgt für Sie.
· Oder der Rettungswagen und der Notarzt an Ihrem Wohnort werden
verständigt und machen sich schnellstens auf den Weg zu Ihnen.
· Oder die Polizei oder im Brandfall die Feuerwehr schalten sich ein.
Der Ansprechpartner der Notrufzentrale bleibt mit Ihnen in Verbindung
und überwacht, ob alles bestens erledigt wurde und Sie optimal versorgt
sind.
Stichwort: Tagestaste
Wenn Sie den Wunsch haben, zu Ihrer Sicherheit jeden Tag ein
Lebenszeichen an die Zentrale zu schicken, dann können Sie dies
vereinbaren. Dann wird die sogenannte Tagestaste, zu einem fest
vereinbarten Termin, aktiviert. Sie müssen jeden Tag ein Signal per
Knopfdruck an Ihre Zentrale schicken. Damit sagen Sie: „Bei mir ist alles
in Ordnung.“ Wenn Sie sich nicht melden, nimmt die Zentrale mit Ihnen
Verbindung auf und fragt nach Ihrem Befinden. Kommt keine Verbindung
zustande, wird man sich entsprechend um Sie kümmern. Genauso
wichtig ist es, Ihre Zentrale rechtzeitig darüber zu informieren, wenn Sie
längere Zeit nicht in Ihrer Wohnung sind, weil Sie zum Beispiel in Urlaub
sind.
Stichwort: Fehlalarm
Immer wieder kommt es vor, dass der Hausnotrufknopf aus Versehen
gedrückt wird und dadurch einen Alarm an der Zentrale auslöst. Der
Fehlalarm stellt für den Ansprechpartner kein Problem dar. Sie erklären,
was Ihnen passiert ist, und der Alarm wird gelöscht.
Welche Vorteile bietet der Hausnotruf?
· Mehr Lebensqualität durch Sicherheit in der eigenen Wohnung.
· Größere Unabhängigkeit, indem Sie selbst bestimmen können, was
für Sie am besten ist.
· Schutz in unvorhersehbaren Notsituationen Ihres Lebens, vor allem in
lebensbedrohlichen Notfällen (durch einen Rauchmelder, der mit der
Notrufzentrale verbunden ist).
· Ständiger Kontakt über die Hausnotrufzentrale zur Außenwelt, obwohl
Sie allein sind.
· Direkter Zugang zu Serviceleistungen (z.B. Menüservice,
Einkaufsdienst, Hilfe im Haushalt, Pflegedienst), die für Sie wichtig
oder von Vorteil sind.
· Entlastung und Beruhigung Ihrer besorgten Angehörigen.
Wenn Sie sich für den Hausnotruf entscheiden, wird Ihnen die gesamte
notwendige Technik (Notrufknopf und Basisstation) auf Mietbasis zur
Verfügung gestellt.
Die Basisstation wird in Ihrer Wohnung installiert und zusammen mit
dem Notrufknopf getestet. Dabei können Sie erleben, wie die
Sprechverbindung mit Ihrem Ansprechpartner funktioniert.
Lassen Sie sich alles genau erklären und auch vorführen. Drücken Sie
selbst zur Probe den Notrufknopf und nehmen Sie Sprechkontakt an
verschiedenen Stellen Ihrer Wohnung mit der Notrufzentrale auf.
Probieren Sie dies insbesondere im Bad und in Ihrem Schlafzimmer aus.
Bei der Anmeldung zum Hausnotruf werden Sie gebeten, verschiedene
Angaben zu machen. Diese sind Name, Adresse, aber auch
Informationen über evtl. Allergien, Krankheiten und Medikamente. Das
ist für eine Notfallsituation von großer Bedeutung. Es wird auch
festgehalten, wer Ihre nächsten Angehörigen und Ansprechpartner sind
(mit Adresse und Telefonnummer) und wer in bestimmten Situationen
außer Angehörigen oder Nachbarn verständigt und gerufen werden soll,
zum Beispiel der Hausarzt oder der ambulante Pflegedienst. Die von
Ihnen gemachten Angaben werden grundsätzlich vertraulich behandelt
und unterliegen der Schweigepflicht.
Sinnvolle ergänzende Leistungen
· Es ist zu empfehlen, dem Ansprechpartner des Hausnotrufs einen
Schlüssel zur Verfügung zu stellen. Der Schlüssel wird dringend
gebraucht, wenn Sie selbst einmal nicht in der Lage sein sollten, die
Haustüre zu öffnen und schnelle Hilfe erforderlich ist. Dieser
Schlüssel wird sorgfältig aufgehoben und ist nur für den Notfall
bestimmt.
· Überlegenswert für Ihre Sicherheit sind vor allem Rauchmelder.
Rauchmelder in der Wohnung zu installieren ist heute nicht schwierig.
Zu beachten ist aber, dass Rauchmelder eine Verbindung zu Ihrer
Notrufzentrale haben, von der aus im Brandfall sofort reagiert werden
kann.
· Bewegungsmelder (PIR = Passiv-Infrarot-Bewegungsmelder)
Diese Bedarfs- bzw. Komfortschaltung zeigt deutlichen Nutzen, wenn
Räumlichkeiten oft und kurzzeitig begangen werden. Sie hilft
einerseits Strom sparen und dient andererseits der Sicherheit in
dunklen Bereichen.
Mögliche Anwendungsbereiche:
· Bedarfeinstellung in Durchgängen, Treppenhäusern, Kellerräumen
und auf Dachböden;
· in Eingangsbereichen, Garagenzufahrten;
· auf Terrassen.
Verpflichtung bei Einrichtung eines Hausnotrufes
Wenn Sie sich für einen Hausnotruf entschieden haben, dann müssen
Sie wie bei allen Dienstleistungen, die Sie in Anspruch nehmen, auf
Bedingungen und Kosten achten.
Sie erhalten einen Vertrag, in dem genau aufgeführt sein muss, welche
Leistungen Sie in Anspruch nehmen. Natürlich stehen auch im Vertrag
die Laufzeit und die Kündigungsmöglichkeiten. Auch soll aus dem
Vertrag hervorgehen, wann Ihre Verpflichtung problemlos endet, etwa
wenn Sie Ihre Wohnung aus einem persönlichen Grund aufgeben
müssen.
Kosten
Für alle pflegebedürftigen Menschen, denen eine der Pflegestufen I bis
III zuerkannt wird, übernimmt die jeweilige Pflegekasse den Grundbetrag
von rund 18 Euro pro Monat.
Ein Hausnotruf kostet je nach Anbieter und Leistungsspektrum zwischen
30 und 35 Euro pro Monat.
Bitte informieren Sie sich ganz genau, was Ihnen für welchen Preis
angeboten wird.
Quelle:
Broschüre – Hilfe rund um die Uhr
Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen

Die komplette Broschüre steht hier zum Download bereit – PDF 1,1 MB

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