Gedanken zu unserer digitalen Zukunft

Die FDP hatte zu einer Podiumsdikussion eingeladen: Es diskutierten Jimmy Schulz (FDP) und Stefan Körner (Piratenpartei).

30.Januar 2012 – 18 Uhr: der große Saal im Katholischen Pfarramt St. Josef füllt sich.1 Bald sind mehr Besucherinnen und Besucher da als Stühle. Mit diesem Ansturm hatte Berthold Haustein wohl nicht gerechnet. Zügig startete er die Diskussion um das Thema „Digitale Zukunft“ und stellte mit Jimmy Schulz, Mitglied des Deutschen Bundestages und gleichzeitig Mitglied im Unterausschuß Neue Medien, einen sehr sachkundigen Vertreter seiner Partei vor. Jimmy Schulz, nach eigenen Angaben „Freiheitskämpfer“, Unternehmer und dazu noch sympathisch, diskutierte mit Stefan Körner dem Landesvorsitzenden der Piratenpartei Bayern. Das eigentlich zu erwartende Pro und Kontra blieb aus. Beide waren sich einig, dass Freiheit im Internet ein hohes Gut ist. Das die FDP den Landesvorsitzenden der Piratenpartei eingeladen hatte, tat der Veranstaltung keinen Abbruch. Vielmehr bereicherte es die Diskussion.

Neben den vielen persönlichen Sorgen, wie Schutz vor „ach was weiß was“ erfuhr ich, dass Kenntnisse und Wissen über Liquid Democracy und Adhocracy bei jungen Menschen durchaus nicht bekannt sein müssen. Auf der Plattform „enquetebeteiligung.de“ diskutieren 2.368 Mitglieder 407 Vorschläge. Vergleicht man das mit der Beteiligung an der Petition „Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten“, hier unterzeichneten bis zum 16.6.2009 134.014 Bürgerinnen und Bürger. (Quelle) dann muss ich feststellen, die Politiker und die Medien sind gefordert viel Werbung und Überzeugungsarbeit zu leisten. Im Vergleich zu den 62,2 Miliionen Wahlberechtigten (2009) muss für die Zukunft der „Digitalen Demokratie“ noch viel getan werden.

Zu kurz kam für mich das Thema Bürgerbeteiligung per Internet. Liegt das möglicherweise daran, dass die Zahl der Menschen, die das Internet wirklich nutzen immer noch zu niedrig ist. Zwar ergibt die Statistik, dass 74,7% der Bevölkerung im Internet sind (2011). Die Grafik zeigt auch sehr deutlich den Zuwachs gegenüber den vergangenen Jahren.

Chart: D21 Entwicklung Internetnutzung_2011

Dies ist eine interaktive Info-Grafik. Wenn Sie den Doppelstrich innerhalb des Scrollbalkens neben der Grafik bedienen, können Sie den Betrachtungszeitraum variieren. Wenn Sie mit der Maus über die Datenreihen fahren, erhalten Sie die genauen Werte der einzelnen Datenpunkte. Außerdem können Sie in der unteren Menüleiste Datenserien ein- und ausblenden sowie die Grafik als Bild speichern oder ausdrucken. Wenn Sie diese Info-Grafik in Ihre Webseite einbinden möchten, können Sie sich dafür mit einem Klick auf den Menüpunkt „Einbinden“ den Embed Code kopieren.
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D21 Entwicklung Internetnutzung_2011

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Die Bürgerbeteiligung im Online-Zeitalter wird in einen recht interessanten Projekt durch die Bundeszentrale für politsiche Bildung und den DGB beleuchtet. Das Fazit

Während es schon recht viele Projekte im Bereich Bürgerbeteiligung gibt, ist es doch meist so, dass Bürger und Politik immer noch separat voneinander diskutieren. Insofern sind sicherlich noch viele Experimente und Mut erforderlich, diese beiden Ebenen noch weiter zusammenzubringen, so dass im Endeffekt eine echte Konversation herauskommt.

macht Mut und zeigt deutlich den Weg auf. Der alte Werbespruch „Es gibt viel zu tun, packen wir es an“ ist auch hier der richtige Weg.

  1. Bildunterschrift: von links: Stefan Körner, Berthold Haustein und Jimmy Schulz. Foto: HS
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2 Gedanken zu „Gedanken zu unserer digitalen Zukunft

  • 31. Januar 2012 um 17:25
    Permalink

    Schon während der Veranstaltung gab es folgenden Tweet:

    Per Twitter erhielt ich nach der Veröffentlichung meines Berichtes den nachstehenden Tweet:

  • 31. Januar 2012 um 19:02
    Permalink

    Bürger verteidigt Eure Rechte

    Heute: Überschrift über einen Artikel im Handelsblatt. Sehr interessant im Zusammenhang mit der Veranstaltung von gestern Abend.

    Liebe,,Netzgemeinde“, das Web 2.0 ist bald Geschichte.
    Die Revolution geht vorbei, die Frage ist nur, wie groß die Schäden sind.

    Den kompletten Artikel gibt es hier und er gab mir sehr zu denken.
    Der Autor ist stv. Mitglied im Unterausschuss Neue Medien. Seine E-Mail-Adresse ist ansgar.heveling [at] bundestag.de

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