Effektives Gehirntraining für jedes Alter

Warum der Spruch "Wer rastet, der rostet" so richtig ist. Erfahren Sie Hintergründe zum Gehirnjogging.

In der heutigen Gesellschaft genießt die körperliche Fitness ein sehr hohes Ansehen. Zahlreiche Angebote vom Kraftraum bis zum Nordic Walking geben jedem die Möglicheit, auf seine Art und Weise gesund zu bleiben. Die positiven Effekte eines solchen Trainings sind längst allgemein akzeptiert.
Bei der geistigen Fitness sieht die Lage zur Zeit jedoch etwas anders aus. Es wird immer noch kontrovers diskutiert, was und wieviel das Training bringt. Fest steht, dass wir bereits in jungen Jahren, mit Anfang 20, den Peak an Leistung und Auffassungsgabe haben. Ab diesem Alter kann es, wenn man nichts dagegen tut, bergab gehen. Doch was sollte man tun?

Hier gibt es viele Meinungen. Spiele wie Sudoku, Kakuro oder Kreuzworträtsel bieten besonders Senioren eine Möglichkeit, etwas für die geistige Gesundheit zu tun. Auch Sport ist hierfür sehr förderlich. Letzteres hängt unter anderem damit zusammen, dass die Durchblutung im Gehirn gefördert wird. Doch wie die großangelegte Dortmunder Altersstudie [1] belegt hat, ist die Verbesserung bei weitem nicht so stark wie durch ein gezieltes kognitives Training.

Mit kognitivem Training und Spielen wie Sudokus verhält es sich wie mit Yoga und Joggen. Joggen ist einfach und jedem zugänglich, aber nicht ganzheitlich. Beim Yoga handelt es sich um ein System, das über viele Generationen weiterentwickelt wurde. Es kombiniert den Körper mit anderen Komponenten wie zum Beispiel der Atmung und dem Geist.

Kognitives Training im modernen Sinn wäre also eher als “Gehirnyoga” zu bezeichnen und nicht mit dem oft gehörten Begriff “Gehirnjogging” zu verwechseln. Im Gegensatz zu einem Sudoku werden viele verschiedene Teilgebiete des Gehirns aktiv. Das führt über die selbstverständliche Verbesserung in der Übung zu einer Verbesserung im Alltag. Man redet dabei von einem “Transfereffekt” von der Übung in den Alltag. Sherry L. Willis bestätigt dies in ihrer Studie [2]. Sie ist Professorin für Entwicklungspsychologie der University of Texas at Austin und untersucht Auswirkungen von Gehirntraining auf die Alltagskompetenz.
Dazu entwickelte Sie spezielle Tests, s.g. Everyday Problems Tests. (Manual for the Everyday Problems Test [3]) und machte zwei interessante Beobachtungen:

1. Die Teilnehmer der Studie verbesserten sich nicht ausschließlich in den Übungen, die trainiert wurden, sondern auch im Bewältigen alltäglicher Aufgaben. Unter Alltagsaufgaben versteht der Test dabei ein sehr breites Spektrum an Aufgaben von der Bedienung technischer Geräte bishin zur Verwaltung der Haushaltsfinanzen und dem Merken von Einkaufslisten.

2. Die verbesserte Leistung ist bis zu fünf Jahre nach dem Training noch deutlich messbar.

Mit dieser Studie wiederlegt die Forscherin die Annahme, dass Intelligenz nicht erlernbar ist. Das bestätigen auch zahlreiche Kollegen wie Sylvie Belleville. Die kanadische Professorin für Neuropsychologie am Institut universitaire de gériatrie de Montréal untersucht Menschen mit leichten Gedächtnisproblemen und kommt in der Studie „Cognitive Training for persons with mild cognitive impairment“ [4] zu ähnlichen Ergebnissen.

Wie muss ein effizientes kognitives Training aussehen?

Wie jüngst herausgefunden wurde, ist neben der Auswahl der Übungen auch die Anpassung der Schwierigkeit von größter Wichtigkeit. Ziel ist es, dass das Training die geistige Leistungsfähigkeit auch langfristig erhält.

Adaptiv: Das Training muss sich dem Niveau des Nutzers anpassen. D.h. es sollte weder unter- noch überfordern. Man sollte immer an seinem Limit trainieren, um optimale Gehirnaktivität zu erreichen. Bei NeuroNation fangen die Übungen aus diesem Grunde immer einfach an und werden nach und nach schwieriger.

Zielgerichtet: Übungen sollten auf spezielle Gehirnfunktionen ausgelegt sein, die besonders für den Alltag nützlich sind. Die Konzeption solcher Übungen beschäftigt viele Forscher. Siegfried Lehrl, ein deutscher Psychologe, widmete diesem Thema sein Lebenswerk. Bei NeuroNation fließen seine Erkenntnisse genau so ein, wie die von Prof. Falkenstein und Prof. Niedeggen. Die beiden Professoren entwickeln gemeinsam mit NeuroNation die Übungen und helfen die Wirksamkeit sicherzustellen.

Motivierend: Wie auch im Sport ist die Motivation und Beständigkeit einer der wichtigsten Faktoren für den Erfolg. In größeren Studien wurde ein Training von mindestens 20 Stunden vorausgesetzt, bevor Erfolge messbar waren. NeuroNation empfiehlt daher 3-4 Mal wöchentlich zu trainieren. Erste Erfolge im Alltag werden so bereits nach wenigen Monaten bemerkbar.

Abwechslungsreich: Sich immer der gleichen Aufgabe zu widmen führt dazu, dass man diese irgendwann unterbewusst macht. Dies gilt für Fließbandarbeiter genau so wie für Menschen, die ihr hundertstes Sudoku lösen. Das Gehirn muss sich mit der Zeit immer weniger anstrengen und es kommt zu einer Aktion-Reaktion-Kette, die nahezu automatisch abläuft. Viele erinnern sich daran, wie Sie Auto- oder Fahrradfahren lernten und wie schwierig und stressig es war. Hat man es aber gelernt, geschieht es unmerklich und man hat den Kopf frei für andere Gedanken. Das Training sollte daher möglichst viele Übungen umfassen, damit das Gehirn immer neue Herausforderungen bekommt und sich neustrukturieren kann. Aus diesem Grund verfügt NeuroNation über eine sehr große Anzahl an Übungen (zur Zeit 38), die monatlich sogar noch weiter erweitert wird. Einige dieser Übungen sind Premiumübungen, die einmalig 2,90€ kosten und für Menschen gedacht sind, die ein intensiveres und stärker gesundheitsorientiertes Training wünschen. Eine Investition in die eigene Gesundheit lohnt sich immer.

Umfassend: Das Training sollte immer das gesamte Spektrum an Fähigkeiten umfassen. Dazu sollten nicht nur Lieblingsübungen trainiert werden, sondern eben auch solche, die einem schwer fallen. Der Grund hierfür liegt darin, dass alle Aspekte des Trainings verknüpft sind. Kopfrechnen zum Beispiel ist ohne ein gutes Gedächtnis schwierig, da man sich schließlich die Zahlen, mit denen man rechnet, auch merken muss.

Das Fazit ist: Intelligenz ist erlernbar. Ausgewogenes, regelmäßiges und abwechslungsreiches Training führt zu einer spürbaren Verbesserung im Alltag. Davon profitieren die Konzentration, das Gedächtnis, die Kreativität und die Schnelligkeit – und das langfristig. Der erste Schritt dazu ist eine kostenlose Anmeldung auf NeuroNation. Probieren Sie doch einfach aus, was Ihnen kognitives Training bringt.

Quellen:
[1] Dortmunder Altersstudie: Gajewski, Wipking & Falkenstein 2010
[2] Willis, S.L. et al. (2006), Long-term Effects of Cognitive Training on Everyday Functional Operations in Older Adults. JAMA, 296(23), 2805-2814
[3] Willis, S. L. et al. Manual for the Everyday Problems Test
[4] Belleville, S. (2008), Cognitive training for persons with mild cognitive impairment, International Psychogeriatrics, 20: 57-66

Über den Autor
[printprofile]

Foto: Dorothea Jacob pixelio.de

Print Friendly, PDF & Email

Rojahn Ahmadi

Rojahn Ahmadi ist Gründer der Plattform neuronation.de. NeuroNation ist eine Gehirnjogging-Plattform, die den Nutzern die Möglichkeit bietet mit fordernden, interaktiven Übungen Gedächtnis- und Gehirntraining zu betreiben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Sicherheitsabfrage * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen