Die Seniorenvertretung der Stadt Würzburg hat ein neues Führungsteam

Dr. Renate Fiedler und Professor Eberhard Grötsch - eine Juristin und ein ITler bilden den Vorsitz.

Wie kommt man zu Coronazeiten zu einer konstituierenden Sitzung zusammen? Geeignete Räume sind heiß begehrt und waren zum Termin, das war der 16.9.2020, nicht verfügbar. Da der Termin feststand, musste eine kreative Lösung gesucht und gefunden werden. Der Parkplatz vom Cafe Perspektive wurde ausgemacht und stand auch zur Verfügung. Das Wetter machte mit und so konnten sich die 20 Mitglieder und die Teammitglieder von der Beratungsstelle für Senioren unter Beachtung der erforderlichen Regeln treffen.

Günther Rinke, der 1. Vorsitzende aus der vergangenen Amtsperiode, begrüßte und führte durch die Sitzung. Nach einführenden Worten von Volker Stawski, dem Leiter der Beratungsstelle, insbesondere zu den Aufgaben einer Seniorenvertretung, kam man schnell zur Wahl für Vorsitz und Stellvertretung. Einstimmig bzw. mit eindeutiger Mehrheit wurden Dr. Renate Fiedler und Professor Eberhard Grötsch zur 1. Vorsitzenden und zum Stellvertreter gewählt. Damit stehen eine Juristin und ein ITler an der Spitze der Seniorenvertretung, sie werden unterstützt von den anderen Mitgliedern der Seniorenvertretung mit vielfältiger Berufs- und Lebenserfahrung und sind die Ansprechpartner für die kommunalen Gremien und die älteren Würzburger Bürgerinnen und Bürger. Die eigentliche Arbeit der Seniorenvertretung wird in 5 Arbeitskreisen geleistet.

Jeder Arbeitskreis hat einen Themenschwerpunkt. Da sind: Gesundheit und sozialpolitische Information, Kommunale- und Verkehrsangelegenheiten, Leben und Wohnen im Alter, Aktivität im Alter sowie Sport/Freizeit/Bildung/Kultur und Digitalisierung.

Um die Arbeit der Seniorenvertretung zukünftig besser nach außen kommunizieren zu können wurde eine Arbeitsgruppe Öffentlichkeitsarbeit ins Leben gerufen. Wie ernst die Seniorenvertretung ihre Arbeit nimmt zeigt der nächste Termin. Am 29.9.2020 trifft man sich zur ersten Arbeitssitzung. Die 1. Vorsitzende nach Schwerpunkten für die Arbeit in den nächsten sechs Jahren befragt, so lange dauert die Amtsperiode, sagt: „Es ist mir ein großes Anliegen, eine gesamtgesellschaftliche Diskussion zum Thema Alter anzustoßen und zu einer Verbesserung der Lebensverhältnisse von Seniorinnen und Senioren in den Bereichen Gesundheit, Mobilität, Wohnen, gesellschaftliche Teilhabe und Kommunikation in Würzburg beizutragen, insbesondere auch unter Einbeziehung der Problemfelder Einsamkeit im Alter, Altersdemenz, Altersarmut, Medizinischer Fortschritt und seine Grenzen.“

Auf die Frage „Warum engagieren Sie sich in der Seniorenvertretung und insbesondere auch im Arbeitskreis Digitalisierung?“ antwortet Eberhard Grötsch: „Beim dramatischen Wandel durch Corona / Digitalisierung / Klimawandel / Verkehrswende werden Bedürfnisse von SeniorInnen immer wieder übersehen. Ob Eintrittskarte ins Schwimmbad (nur im Internet) oder Fragen wie „wie komme ich zu meinem Arzt in der Innenstadt“, oder“wie kann ich meine Pflege bezahlen“. Hier ist es gut, dass es die Seniorenvertretung gibt, in der ich gerne einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Seniorinnen und Senioren leiste.“ Die Seniorenvertretung ist Mitglied bei der Landesseniorenvertretung Bayern, die aktiv an dem Seniorenmitwirkungsgesetz, das zur Zeit vom Bayerischen Landtag behandelt wird, mitwirkt. Ziel dieses Gesetzes ist es, dass Senioren ihre Erfahrungen und Ideen besser in die Politik einbringen können.

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