„Demenz – jede(r) kann etwas tun“

Weltalzheimertag am 21. September 2014.

weltalzheimertagDer diesjährige Weltalzheimertag steht unter dem Motto: „Demenz – jede(r) kann etwas tun“. Jeder Einzelne von uns kann dazu beitragen, dass Menschen mit Demenz nicht ausgegrenzt werden, sondern ihren Platz in der Gemeinschaft behalten, (Mit-)Menschen bleiben. Menschen mit Demenz nehmen die Welt zwar anders wahr als wir es tun, leben oft mehr in der Vergangenheit als in der Gegenwart, kommen mit Ängsten und Nöten oft nicht so gut zurecht. Für ein lebenswertes Leben brauchen sie aber genauso wie wir den Kontakt zu ihren Mitbürgern. Sie brauchen das Gefühl, trotz ihrer Einschränkungen willkommen und angenommen zu sein.

In Deutschland sind derzeit 1,5 Millionen Menschen betroffen. Da wir immer älter werden, wird die Zahl der Betroffenen weiter steigen. Leider haben sich die Hoffnungen auf heilende Medikamente bisher nicht erfüllt. Den Demenzerkrankungen liegen Gehirnveränderungen zugrunde, deren Entstehung bisher nicht verhindert werden kann. Während viele Arten von Krebs heute heilbar sind, ist dies nur bei einem sehr geringen Teil der Demenzerkrankungen möglich. Daher benötigen Menschen mit Demenz kompetente Beratung, Versorgung und Pflege.

Die anstehende Reform der Pflegeversicherung reicht nach Ansicht vieler Fachleute nicht aus, um Menschen mit Demenz ein würdevolles Leben zu ermöglichen. Wir sind alle aufgerufen, für eine Verbesserung der Lebens- und Pflegesituation der Betroffenen einzutreten.

Die Hauptlast der Betreuung und Versorgung tragen bisher die Angehörigen, die vielfach überfordert und ausgebrannt sind. Jeder von uns kann und muss daher dafür eintreten, dass die Versorgung von Menschen mit Demenz auf möglichst viele Schultern verteilt und als Aufgabe der Solidargemeinschaft ernst genommen und umgesetzt wird. Demenz ist eine Krankheit, die jeden von uns treffen kann, für die es keine Heilung, sondern nur Mitgefühl und Miteinander gibt- jede(r) kann etwas dafür tun!

Anlässlich des Weltalzheimertages 2014 lädt die Alzheimer Gesellschaft Würzburg Unterfranken zu einer Filmveranstaltung am Dienstag, den 23. September in das Central Kino Mozartschule ein. Beginn ist 18:30. Gezeigt wird der vielfach preisgekrönte Film von Marion Kainz: „Der Tag, der in der Handtasche verschwand“. Anschliessend besteht Gelegenheit zur Gesprächsrunde mit dem Gerontopsychiater PD Dr. Martin Lauer von der Uni-Klinik Würzburg über das Thema Demenz.

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