Bildung im reiferen Alter- wieso eigentlich?

In Zeiten des schnellen beruflichen Wandels sind Weiterbildungen und Umschulungen unverzichtbar für Arbeitnehmer, die auf dem Arbeitsmarkt eine Chance haben möchten. Dabei spielt das Alter bei Weiterbildungen und Zusatzqualifikationen keine Rolle, denn das Angebot von Bildungsträgern richtet sich an unterschiedliche Altersgruppen. Auch Menschen, die das 50. Lebensjahr bereits überschritten haben, steigern ihre Berufschancen mit einer Fortbildung. Neben dem karrierefördernden Aspekt steigern Kurse auch das persönliche Wohlbefinden und tragen zum Selbstbewusstsein der Menschen bei. So kann ein Kurs bei der VHS oder ein Workshop speziell für Senioren auch nach dem Austritt aus der Berufswelt jede Menge positive Effekte bringen. Geselligkeit und der Kontakt zu Gleichgesinnten werden gefördert, die Denkleistung wird kontinuierlich ausgebildet und dadurch steigt das Selbstwertgefühl.

Kurse an der VHS und bei anderen Bildungsträgern
Die VHS ist der größte deutsche Bildungsträger für Kurse. Kurse der VHS dauern meistens ein Semester und beginnen entweder im Frühling oder im Herbst. Einmal wöchentlich kommen Sie mit anderen Kursteilnehmer zusammen und erlernen unter Anleitung eines geschulten Kursleiters Sprachen, Handarbeiten, machen Sport oder vertiefen Ihr Wissen über Kulturthemen und andere Länder. Diese Kurse eignen sich besonders gut, um neue Menschen kennen zu lernen und einen ersten Einblick in eine Thematik zu erhalten. Wer Sprachkurse vertiefen möchten, für den empfiehlt sich der Besuch einer Sprachschule. Auch hier können in wöchentlichen Kursen im Einzel- oder Gruppenunterricht neue Sprache gelernt oder Sprachkenntnisse vertieft werden. Für das körperliche Wohlbefinden eignen sich Sportkurse. Dabei reicht die Angebotspalette von Aquagymnastik und Wirbelsäulenkursen zur Stärkung der Muskulatur bis hin zu Pilates und Yoga zur Entspannung.

Studium an der Uni oder Fernuni
Wer einen universitären Abschluss anstrebt oder auf akademischen Niveau neues Wissen erwerben möchte, der sollte sich das Angebot der Universität seiner Stadt genauer anschauen. An fast allen deutschen Universitäten gibt es den Status des Gasthörers. Dieser ermöglicht es interessierten Senioren, an Vorlesungen und Seminaren aktiv teilzunehmen, ohne am Ende des Semesters an den Prüfungen teilzunehmen. Lernen macht Freude und das neu erworbene Wissen kann zum Beispiel bei der nächsten Reise erprobt werden. Wenn das Zeitmanagement es nicht anders zulässt oder der Wissenserwerb in Eigenregie bevorzugt wird, dann eignet sich ein Fernstudium vielleicht als Weiterbildung. Das Fächerangebot ist groß und das Ziel ganz klar ein Bachelor oder Master als universitärer Abschluss des Studiums. Für beide Möglichkeiten ist übrigens kein Abitur notwendig. An einer Fernuni muss ohne Abitur eine Aufnahmeprüfung bestanden werden und der Gasthörerstatus steht allen Menschen offen.

Sich in der Gemeinschaft weiterbilden
Statt sich einem Bildungsträger anzuschließen, können Senioren auch auf eigene Faust eine Gruppe suchen. In Zeitungen werden oft neue Mitglieder für verschiedene Interessengruppen gesucht. Walking- oder Wandergruppen treffen sich in regelmäßigen Abständen und genießen die gemeinschaftliche Bewegung an der frischen Luft. Viele Institute und Vereine haben ebenfalls Abende, an denen sich Interessierte zu Informationsveranstaltungen und Vorträgen zusammenfinden. Museen bieten eine ganze Reihe von Fachvorträgen von Gastrednern zu einer bestimmten Thematik an. Hier vertiefen Senioren ihr Wissen über einen bestimmten Bereich und können mit anderen Interessierten über die Thematik diskutieren. Egal auf welches Angebot der Weiterbildung die Wahl fällt, eins ist sicher: Lernen macht Freude und bringt neue Freunde.
Weitere Informationen rund um die Bildung im reiferen Alter finden Sie auf der Webseite Bildung ab 50

Über den Autor
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Oliver Krumes

Oliver Krumes ist Diplom-Sozialpädagoge mit dem Interessensschwerpunkt Seniorenbildung. Wohnt und arbeitet in Berlin. Er ist verantwortlich für die Webseite Bildung ab 50

Ein Gedanke zu „Bildung im reiferen Alter- wieso eigentlich?

  • 3. November 2011 um 10:55
    Permalink

    Zeit-Online schreibt unter
    Die Überall-Universitäten

    Bildungsangebote im Netz sind nicht neu, aber sie werden professioneller. Die Elite-Uni Stanford ist auch im Netz Vorreiter.

    Den kompletten Artikel finden Sie hier.

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