„Würzburgs Stärken werden weiter ausgebaut“

Oberbürgermeister Georg Rosenthal stößt mit (von links) Landtagspräsidentin Barbara Stamm, Bürgermeisterin Marion Schäfer-Blake, MdB Joachim Spatz, MdL Oliver Jörg, MdB Paul Lehrieder, Hanna Rosenthal, Bischof Dr. Friedhelm Hofmann und Bürgermeister Dr. Adolf Bauer auf das neue Jahr an.
Foto. Christian Weiß
Nicht weit vom Rathaus entfernt ist der Main weit über seine Ufer getreten, doch das Würzburger Rathaus selbst ist – Dank des in den vergangenen Jahren eingerichteten Hochwasserschutzes – im Trockenen. „Das Hochwasser hat gezeigt, dass die 24 Millionen für den Hochwasserschutz erfolgreich und gut angelegt waren“, bedankte sich Oberbürgermeister Georg Rosenthal zu Beginn des Neujahrsempfangs bei den Einsätzkräften und den Mitarbeitern des städtischen Entwässerungsbetriebes, die in den vergangenen Tagen die Hauptarbeit zu leisten hatten. „Im vergangenen Jahr ist die Stadt Würzburg ein gutes Stück vorangekommen,“ betonte Rosenthal: „Während viele Städte für 2010 nicht einmal einen genehmigungsfähigen Haushalt vorlegen konnten, hat Würzburg im vergangenen Jahr die höchste Investitionsquote seit 1982 erzielt und konnte gleichzeitig noch Rücklagen für künftig anstehende Projekte bilden.“ Dieses hohe Investitionsvolumen ist Daseinsvorsorge und stützt zugleich nicht unerheblich die Wirtschaft der Region, so Rosenthal zu den rund 500 Gästen. Die Erneuerung von Straßen und Brücken, die energetische Sanierung von städtischen Gebäuden, der Ausbau der Kinderbetreuung und die Verbesserung der Schulgebäude waren bisher Schwerpunkte der Investitionstätigkeit und bleiben das auch. Für die weiteren anstehenden Großprojekte wird der Stadtrat in den kommenden Wochen eine Prioritätenliste beraten und beschließen.

Eine Jahrhundertchance ist dabei die Umwandlung der ehemals militärisch genutzten Fläche am Hubland in einen neuen Stadtteil. Innerhalb von zwei Jahren hat der Stadtrat die Rahmenplanung für die weitere Entwicklung des Geländes beschlossen. „Das ist eine Leistung, auf die alle Beteiligten stolz sein dürfen“, so der Oberbürgermeister, der es als eine Aufgabe für das neue Jahr ansieht, „unsere Stärken weiter auszubauen.“

Für die weitere Zeitplanung spielt die Landesgartenschau 2018 eine entscheidende Rolle: „Viele Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Organisationen und Behörden sowie Kommunen und Landkreise aus der ganzen Region haben dazu beigetragen, dass wir den Zuschlag für die Landesgartenschau erhalten haben“, bedankte sich Rosenthal bei allen Unterstützern und bat sie zugleich, die Stadt auch bei der Umsetzung der Landesgartenschau weiter zu unterstützen. Voran geht es auch mit dem Bildungsstandort Würzburg: Der Erweiterungsbau der FH am Sanderheinrichsleitenweg steht kurz vor der Fertigstellung, während die Universität die ehemaligen Kasernen am Hubland umbaut, um Platz für weitere Studierende zu schaffen. „In wenigen Jahren wird Würzburg nach München der zweitgrößte Hochschulstandort sein“, betont OB Rosenthal.

Erfreulich sei auch, dass Würzburg beim Angebot an Betreuungseinrichtungen für Kinder einen Spitzenplatz einnehme, aber auch, dass die Stadt vom Bayerischen Sozialministerium für ihre vorbildliche Seniorenpolitik ausgezeichnet wurde. Und: „In besonderer Weise fördern das Miteinander in unserer Stadt die
vielen Bürgerinnen und Bürger, die sich ehrenamtlich für die Allgemeinheit einsetzen. Ohne ihren unentgeltlichen und uneigennützigen Einsatz können viele Angebote im sozialen, sportlichen und kulturellen Bereich nicht oder nur sehr eingeschränkt aufrechterhalten werden. Das große bürgerschaftliche Engagement gehört ebenfalls zu den Stärken Würzburg“, bedankte sich OB Rosenthal bei den Würzburgern und wünschte allen ein gutes und erfolgreiches Jahr 2011.

Mit nachdenklichen statt mit launigen Worten blickte im Anschluss Würzburgs Bischof Dr. Friedhelm Hofmann auf das vergangene Jahr mit seinen vielen positiven aber vor allem auch negativen Schlagzeilen zurück. Dafür hätten Ereignisse wie die Massenpanik bei der Loveparade, die vielen Attentate aber auch moralische Verfehlungen gesorgt. Es gebe aber auch viele positive Tatsachen, wie zurückgehende Arbeitslosenzahlen oder ein Wachstum der Wirtschaft. Auch für Würzburg habe das vergangene Jahr seine Höhen und Tiefen gehabt. Im neuen Jahr 2011 gehe man dagegen voller Freude und Dankbarkeit auf die Seligsprechung von Papst Johannes Paul II. in Rom und Pfarrer Georg Häfner Mitte Mai hier in Würzburg zu, so Bischof Hofmann, der sich auch bei allen bedankte, die sich im vergangenen Jahr um tatkräftige Hilfe, Gerechtigkeit und Toleranz bemüht haben.

Für die musikalische Umrahmung des Empfangs hat das „Winterstein Sintett“ unter der Leitung von Rehan Syed gesorgt.

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